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Der Löwenzahn – als Blume, botanisches Gewächs, kulturelles Symbol und ästhetisches Phänomen – besitzt Stärke und stillen Mut. Unauffällig und doch ausdauernd passt er sich radikal an, kehrt zurück und leistet Widerstand. Unter dem Titel 30 % Löwenzahn vereint die Ausstellung im Kunsthaus mehr als 35 Werke, die sich der Blume und ihrer direkten Verbindung mit dem Menschen widmen – der Mensch teilt etwa 30 % seines genetischen Materials mit der Blume –, mit einzelnen Leihgaben aus den Sammlungen des Universalmuseums Joanneum. In den Arbeiten begegnen wir der Schwermut einer bröckelnden Gegenwart. Gleichzeitig nehmen sie uns mit auf eine Reise in die uns vertraute, schöne und berauschende Ästhetik der Blume und ihres Ausdrucks der Lebensfreude. Es geht dabei um wiederkehrende Ankunft, symbiotische Kooperation und Abschied: poetisch, politisch und ökologisch.
21.3. – 08.11.2026
Lendkai 1, 8020 Graz
Die Ausstellung spannt einen Bogen vom Mittelalter bis in die Gegenwart und vereint Werke in unterschiedlichsten Medien, um persönliche wie gesellschaftspolitische Bedingungen des Arbeitens zu beleuchten.
03. Oktober 2025 – 30. August 2026
Stephansplatz 6, 1010 Wien
Iris Andrascheks Blick eröffnet neue Perspektiven auf menschliche Erfahrungen sowie gesellschaftliche und politische Zusammenhänge. Ihre künstlerische Praxis ist vielfältig und vielschichtig, die einzelnen Arbeiten stehen in enger Verbindung zueinander. So greift Andraschek etwa die Geschichte syrischer Flüchtlinge auf, die im türkischen Grenzgebiet während des Krieges Aleppo-Seife herstellten. Mit Fotografien, Filmen, Zeichnungen und einer Installation macht sie diesen Prozess auf künstlerische Weise erfahrbar. In ihrem Werk finden sich Fotografien von Waldviertler Bäuerinnen wie galvanisierte Pflanzen, denen sie eine Stimme verleiht. Die Künstlerin hat zahlreiche ortsbezogene Projekte und Arbeiten im öffentlichen Raum realisiert. In Krems ist sie bekannt für ihre Teppiche als Schablonenmalerei oder als Mosaik im öffentlichen Raum.
29.11.2025 – 03.05.2026
Museumsplatz 1, 3500 Krems
Für den Neubau der Justizanstalt Klagenfurt wurde eine künstlerische Gestaltung gesucht, die mit klaren Eingriffen positive Impulse für Insass*innen und Wachebeamt*innen bietet. Im Rahmen des kürzlich abgeschlossenen BIG ART-Wettbewerbs wurden sechs Künstler*innen eingeladen, Entwürfe zu entwickeln. Die Jury wählte Iris Andrascheks Vorschlag als Siegerprojekt aus, das im Rahmen des Innenausbaus bis Ende 2027 umgesetzt werden soll.
Mit ihrer Gestaltung will die Künstlerin das Umfeld für die Menschen im Strafvollzug angenehmer und lebendiger gestalten und die Monotonie des Haftalltags aufbrechen. Der Titel ihrer Arbeit, THE TIMES THEY ARE A-CHANGIN’, ist Bob Dylans legendärem Song entlehnt. Bei Iris Andraschek steht er sinnbildlich für ihren künstlerischen Ansatz, der zu einer positiven und zuversichtlichen Haltung beitragen, anregend wirken und die Orientierung im Gebäude erleichtern soll.
Dazu entwickelte sie ein modulares Farben- und Formensystem, das auf Schablonenmalerei basiert: Die spielerisch wirkenden Interventionen, die sich an unterschiedlichen Stellen im und am Gebäude finden, beziehen sich aufeinander, ergänzen einander und zeigen, dass im Zusammenspiel ein positives Ganzes möglich werden kann.
Die Gestaltung konzentriert sich dabei auf Bereiche im Gebäude, die sowohl von Insass*innen wie auch von Mitarbeitenden und Besucher*innen frequentiert werden – so etwa die Besuchszone und Gangbereiche, aber auch die Haftmauer im Außenraum. Gleichzeitig bietet die Arbeit auch einen konkreten partizipativen Ansatz: Die Formen der Schablonen können in Workshops mit Insass*innen erarbeitet werden und fügen eine weitere, interaktive und soziale Ebene hinzu.
Ab 2027
Josef – Sablatnig – Straße 275 und 277
8020 Klagenfurt am Wörthersee
Stadtmuseum Krems, A
April 2021
Ab August 2020, Großglockner Hochalpenstrasse, A (mit kozek hörlonski, Ralo Mayer, Anna Meyer, Hannes Zebedin)
21.08.2020-11.2022
Eröffnung: 21.08.2020
www.serpentine.at
KulturRegion Stuttgard, Ostfildern, D
25.09.-18.10.2020